Gemeinde

Geschichte

Die Großgemeinde Lohra

Bemerkenswert früh tritt der Ortsname in die Geschichte: Mit einer Eintragung in das Güterverzeichnis des Benediktinerklosters Fulda und wenig später in das Schenkungsbuch des Klosters Lorsch. Im achten/neunten Jahrhundert scheint Lohra Gerichtsstätte (Malstatt) der gleichnamigen fränkischen Gaugrafschaft, die der später überlieferten Grafschaft Ruchesloh (mit der Malstatt bei Oberweimar) entsprach, gewesen zu sein.



In diesem Hoheitsbereich, der 1237 an das Erzstift Mainz gelangte, war Lohra Mittelpunkt eines den Verser Grund umfassenden Gerichts. Etwa um 1238 wurde die heutige (spätromanische) Kirche erbaut.

Noch vor dem Ersten Weltkrieg bahnte sich für Lohra die Wandlung zur Arbeiterwohngemeinde an, ein Prozeß, der sich zwischen den beiden großen Kriegen fortsetzte. 1946, bedingt durch die Heimatvertriebenen, stieg die Einwohnerzahl in einem gesunden Verhältnis zum vorhandenen Wohnraum an. Erst nach 1948 setzte in Lohra eine rege Bautätigkeit ein, die neue Wohnhäuser und Kleinsiedlungen schuf wie auch den daraus resultierenden Bedarf an kommunalen Ver- und Entsorgungseinrichtungen, u. a., Ende der sechziger Jahre, eine Großanlage für den südwestlichen Kreisteil, das Klärwerk Mittlere Salzböde.

Seit 1972 und 1974 bilden die früher selbständigen Gemeinden Lohra, Damm, Nanz-/Willershausen, Rodenhausen, Reimershausen, Kirchvers, Altenvers, Weipoltshausen, Rollshausen und Seelbach die heutige Großgemeinde Lohra mit rd. 6.000 Einwohnern.

Neben den Einkaufsmöglichkeiten zur Deckung des täglichen Bedarfs befinden sich in der Gemeinde zahlreiche Spezial- und Fachgeschäfte aller Branchen.

Durch die Ausweisung von günstigem Baugelände schafft die Gemeinde die Möglichkeit zum Bau von Eigenheimen und zur Ansiedlung von Gewerbe- und Industriebetrieben.

Der Ortsteil Kirchvers verfügt über ein wunderschön gelegenes Waldschwimmbad. Im Ortsteil Lohra steht für Sportinteressierte eine neu errichtete Sportanlage zur Verfügung. In allen Ortsteilen besteht ein reges Vereinsleben.

Gasthöfe und Pensionen bieten dem Besucher Übernachtungsmöglichkeiten und laden dazu ein, die reizvolle Landschaft und die Besonderheiten des ländlichen Gegend kennenzulernen.

Die günstige Anbindung des Ortes an die überörtlichen Verkehrsverbindungen zu den Universitätsstädten Marburg und Gießen sowie der Stadt Biedenkopf ermöglicht einen bequemen Besuch der Gemeinde.

 

 

Presseartikel der "Marburg extra" - Verlagssonderveröffentlichung vom 19.07.2006

 

 

 

 

 

 

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